Daten des Freiwilligensurveys wurden bislang fünfmal erhoben. Die Datenerhebungen der Jahre 1999, 2004 und 2009 wurden von TNS Infratest durchgeführt. Seit Ende 2011 liegt die wissenschaftliche Leitung des Freiwilligensurveys beim Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA). Die Datenerhebung für die vierte (FWS 2014) und fünfte Welle (FWS 2019) wurde von infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft durchgeführt.

Der Freiwilligensurvey wurde in allen Erhebungen als standardisierte telefonische Befragung (CATI; Computer Assisted Telephone Interview) durchgeführt, Grundgesamtheit ist die Wohnbevölkerung Deutschlands in Privathaushalten im Alter ab 14 Jahren.

Seit 2014 werden über einen ‚Dual Frame Ansatz‘ auch Interviews über Mobiltelefone geführt, um insbesondere Personen, die keinen Festnetzanschluss haben (sogenannte ‚Mobile-Onlys‘), zu erreichen. Um den Einbezug von Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern, werden seit 2014 Interviews nicht nur in deutscher Sprache, sondern auch in fünf weiteren Sprachen geführt (Englisch, Arabisch, Russisch, Türkisch und Polnisch).

Die Stichprobe setzt sich zusammen aus einer nach Bundesländern stratifizierten Basisstichprobe und einer Aufstockungsstichprobe, die detaillierte Analysen auch für bevölkerungsschwächere Bundesländer ermöglicht.

Die Befragung ist jeweils so gestaltet, dass am Anfang allgemeine Fragen an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gerichtet werden. Nach der Aktivitäts- und Engagementabfrage sind zwei unterschiedliche Interviewpfade vorgesehen, je nachdem, ob die befragte Person angibt, freiwillig engagiert zu sein oder nicht. Die Personen, die angeben, freiwillig engagiert zu sein, erhalten unter anderem Fragen zu ihrem freiwilligen Engagement. Die Personen, die kein freiwilliges Engagement ausüben, bekommen unter anderem Fragen zu früherem Engagement sowie zur Engagementbereitschaft gestellt. Zum Ende der Befragung werden wiederum weitere Fragen an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestellt.

Das Befragungsinstrument wird fortlaufend modifiziert und ergänzt. Dabei wird in den zentralen Erhebungsinhalten auf die Kontinuität zu vorangegangenen Erhebungswellen geachtet, um die Vergleichbarkeit über die Zeit zu erhalten.

Für die Auswertungen der Daten können insgesamt zwei Gewichtungsfaktoren verwendet werden: Ein Gewichtungsfaktor unter Einbezug der Informationen zu Geschlecht, Alter, Gemeindegrößenklassen (BIK) und Bundesland und ein Gewichtungsfaktor unter Einbezug der genannten Merkmale sowie der Schulbildung.

Die Zahl der Befragten konnte seit der ersten Erhebung deutlich gesteigert werden:

  • FWS 1999: 14.922
  • FWS 2014: 15:000
  • FWS 2009: 20.005
  • FWS 2014: 28.690
  • FWS 2019: 27.762