Allgemeine Fragen zum Forschungsdatenzentrum des DZA (FDZ-DZA)
Das FDZ-DZA ist eine vom Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten akkreditierte Einrichtung des Deutschen Zentrums für Altersfragen. Seine Aufgabe ist es, die Daten des Deutschen Alterssurveys (DEAS) und der StudieHohes Alter in Deutschland (D80+) analysefreundlich und umfangreich dokumentiert der wissenschaftlichen Forschung zugänglich zu machen sowie Interessenten und Nutzer:innen zu beraten.
The German Ageing Survey (DEAS) is a nationally representative cross-sectional and longitudinal survey of people in the second half of life (i.e., aged 40 years and older). DEAS is funded by the Federal Ministry of Education, Family Affairs, Senior Citizens, Women and Youth (BMBFSFJ).
Its comprehensive study of midlife and older adults provides microdata that can be used both for social and behavioural science research and for social reporting. DEAS data thus form an information base for political decision-makers, the interested public, and the scientific community.
The first survey was conducted in 1996. Subsequent waves took place in 2002, 2008, 2011, 2014, 2017, 2020, 2020/2021, and 2023. The next wave will take place in 2026. With the ninth wave collected in 2023, societal as well as individual developments can now be examined over a period of 27 years.
Further information on DEAS, data use, and FDZ services can be found on the DZA website under Research Data Centre – German Ageing Survey.
Der Deutsche Freiwilligensurvey (FWS) ist eine repräsentative Befragung zum freiwilligen Engagement in Deutschland, die sich an Personen ab 14 Jahren richtet. Die Datenerhebungen der Jahre 1999, 2004 und 2009 wurden von TNS Infratest durchgeführt. Im Zeitraum 2011 bis 2021 lag die wissenschaftliche Leitung des Freiwilligensurveys beim Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA).
Alle vom FDZ-DZA aufbereiteten Scientific Use Files des Freiwilligensurveys (1999-2019) sind ab sofort nur noch beim GESIS Archiv für Sozialdaten erhältlich. Wir bieten nun auch keine Nutzer:innenberatung oder individuellen Analysen zum FWS mehr an.
Alle aktiven Datennutzer:innen können die Daten noch solange weiter verwenden wie im Vertrag vereinbart.
Rechtzeitig zur Abgabe des FWS an GESIS ist nun eine lange vorbereitete Publikation zum FWS erschienen, die als Referenzpapier für alle Publikationen auf Basis des FWS dienen soll. Wir möchten euch bitten, in euren Veröffentlichungen folgendes Papier (im Open Access frei verfügbar) zur Beschreibung der Datengrundlage zu zitieren:
Nicole Hameister, Nadiya Kelle, Corinna Kausmann, Nora Karnick, Céline Arriagada & Julia Simonson (2023). Monitoring Civil Society. The German Survey on Volunteering 1999–2019. Soziale Welt, 74(2), 294-314. DOI: 10.5771/0038-6073-2023-2-294
Die SUFs werden bei GESIS zusammen mit allen Dokumentationsmaterialien unter folgenden Studiennummern und DOIs für die wissenschaftliche Nutzung zur Verfügung gestellt:
- ZA3350: Deutscher Freiwilligensurvey 1999, dx.doi.org/10.4232/1.14128
- ZA4331: Deutscher Freiwilligensurvey 2004, dx.doi.org/10.4232/1.14129
- ZA5433: Deutscher Freiwilligensurvey 2009, dx.doi.org/10.4232/1.14130
- ZA5713: Deutscher Freiwilligensurvey 2014, dx.doi.org/10.4232/1.14131
- ZA5714: Deutscher Freiwilligensurvey 2019, dx.doi.org/10.4232/1.14132
- ZA5715: Deutscher Freiwilligensurvey Trend 1999–2014, dx.doi.org/10.4232/1.14133
Wir haben eine Liste mit allen uns bekannten Veröffentlichungen auf Basis des FWS aus den Jahren 2010 bis 2023 erstellt, die auf unserer FWS-Infoseite abrufbar ist.
Die anonymisierten und aufbereiteten Daten des Deutschen Alterssurveys (DEAS) und der Studie Hohes Alter in Deutschland (D80+) sind über das FDZ-DZA als Scientific Use Files für wissenschaftliche Forschungszwecke kostenfrei verfügbar. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist der Bezug der Daten an den Abschluss eines Nutzungsvertrages gebunden. Die Auswertungen der Scientific Use Files darf nur der Datennutzer selbst (und gegebenenfalls seine registrierten Co-Nutzer) vornehmen, dafür sind Kenntnisse im Umgang mit Statistiksoftware wie SPSS oder Stata erforderlich.
Wenn Sie die Daten des Deutschen Alterssurveys (DEAS) oder der Studie D80+ nutzen möchten, füllen Sie bitte das Antragsformular vollständig aus – Sie erhalten eine Kopie Ihrer Angaben per Email. Bitte lesen Sie vorher gründlich unsere Bedingungen für die Datennutzung durch.
Die Datensätze dürfen ausschließlich zur wissenschaftlichen Forschung ohne gewerblichen Zweck genutzt werden. Die Auswertungen der Scientific Use Files darf nur der Datennutzer selbst (und gegebenenfalls seine registrierten Co-Nutzer) vornehmen, dafür sind Kenntnisse im Umgang mit Statistiksoftware wie SPSS oder Stata unumgänglich. Einen Nutzungsantrag können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Hochschulabsolventinnen und -absolventen und Studierende für Qualifikationsarbeiten zur Erlangung eines akademischen Abschlusses (ab Masterarbeit) stellen. Für Bachelorarbeiten ist der Nutzungsantrag durch das betreuende Hochschulmitglied zu stellen. Für den Einsatz des SUF in der Lehre sind spezifische Modifizierungen notwendig, die im Datennutzungsvertrag näher ausgeführt werden.
Ist der Antrag zulässig, setzt das FDZ-DZA einen Datennutzungsvertrag auf, den Sie in zweifacher Ausfertigung per Post erhalten.
Sobald wir ein von Ihnen unterschriebenes Vertragsexemplar zurück erhalten, stellen wir Ihnen die angeforderten Daten zur Verfügung. Sie erhalten einen Benutzernamen mit Passwort, mit dem Sie Zugang zum geschützten Downloadbereich der Website des FDZ-DZA haben. Dort können Sie die gewünschten Daten sowie das wellenspezifische Dokumentationsmaterial einsehen und herunterladen.
Für einen ersten Einstieg in die Daten empfehlen wir die Kurzbeschreibung, erhältlich auf den Seiten zur Dokumentation des DEAS und der D80+ Studie. Sie dient zur ersten Orientierung und gibt einen guten Überblick über die Inhalte und Besonderheiten der Surveys.
Außerdem finden Sie dort auch die Erhebungsinstrumente (auf Deutsch und teilweise auf Englisch), die Codebücher, die Variablenkorrespondenzliste, die Methodenberichte des Erhebungsinstitutes sowie weitere wellenspezifische und wellenübergreifende Dokumente, die das Arbeiten mit den Daten erleichtern.
Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie sich gerne an die Beratung des FDZ-DZA wenden.
Im DEAS werden fehlende Werte nach einer einheitlichen Systematik codiert (seit Welle 4). Diese Systematik erleichtert sowohl das automatische Setzen von Missings als auch die inhaltliche Interpretation der Gründe für fehlende Angaben.
Missing-Codes (SPSS/Stata) und Bedeutung:
- -1 / .a = verweigert
- -2 / .b = weiß nicht
- -3 / .c = überfiltert (Frage; Filterführung)
- -4 / .d = überfiltert (Stichprobe; z. B. nur Panel- oder nur Basisbefragte; entfällt 2020/21)
- -5 / .e = kein Drop-off vorhanden
- -6 / .f = keine Angabe (Drop-off)
- -7 / .g = gelöscht in Datenaufbereitung (z. B. wenn Drop-off-Informationen wegen Identitäts-/Passungsproblemen entfernt wurden)
Praktischer Umgang in der Analyse
In der Regel sind diese Missing-Codes in den Daten bereits als fehlende Werte (user-defined missings) definiert.
Wichtig für die frühen Wellen (1996/2002/2008): Diese folgen noch nicht vollständig der einheitlichen Missing-Systematik. Prüfen Sie daher vor der Analyse Häufigkeiten und Wertelabels, um ggf. im gültigen Wertebereich liegende Missingcodes (z. B. 8/9/98) zu identifizieren und als Missings zu deklarieren.
Für vergleichende Analysen über mehrere Wellen sollten Sie sicherstellen, dass Missing-Definitionen konsistent angewendet werden (insbesondere bei gepoolten Datensätzen und eigenen Re-Codierungen).
Weiterführende Hinweise: Ausführlichere Informationen finden Sie in der Einführung zum DEAS.
Für alle Scientific Use Files und Erhebungsinstrumente des Deutschen Alterssurveys und der Studie D80+ sind DOIs registriert - dauerhafte persistente Identifikatoren, die zur Zitierung und Verlinkung von elektronischen Ressourcen (Texte, Forschungsdaten oder andere Inhalte) verwendet werden. Über den DOI-Namen sind dem Dokument aktuelle und strukturierte Metadaten zugeordnet.
In einer Publikation mit DEAS- oder D80+ Bezug zitieren Sie bitte den entsprechenden DOI und verweisen damit eindeutig auf den für Ihre Analysen verwendeten Datensatz in der spezifischen Version bzw. auf die Dokumentation von Erhebungsdesign und -instrumenten. Für Leser:innen Ihrer Publikation ist es damit sehr einfach und unaufwändig, sich einen kurzen Überblick über Ihre Datenquelle zu verschaffen.
Die Daten des DEAS und der Studie D80+ können nur für Forschungsprojekte oder Qualifikationsarbeiten herausgegeben werden. Für Seminar- bzw. Hausarbeiten ist eine eigenständige Beantragung nicht möglich. Es besteht aber die Möglichkeit, dass die Betreuerin oder der Betreuer der Seminararbeit die Daten beantragt und die Daten dann als Datensatz für die Lehre mit entsprechenden Vorgaben aufbereitet (als sogenannten Campusfile), dieser Datensatz darf dann auch zur Seminararbeit genutzt werden. Alternativ kann der:die Seminarbetreuer:in die Datensätze als Nutzer:in beantragen und die Studierenden als Bachelorkandidat:in registrieren, die ebenfalls Zugriff auf die Daten haben werden.
Wenn Sie die Daten des Deutschen Alterssurveys (DEAS) oder der Studie D80+ nutzen möchten, füllen Sie bitte das Antragsformular vollständig aus.
Die Daten können für alle Qualifikationsarbeiten ab dem Grad des Masters genutzt werden. Für Bachelorarbeiten ist der Nutzungsantrag durch das betreuende Hochschulmitglied zu stellen.
Wenn Sie die Daten des Deutschen Alterssurveys (DEAS) oder der Studie D80+ nutzen möchten, füllen Sie bitte das Antragsformular vollständig aus.
Grundsätzlich können die Daten des DEAS und der Studie D80+ auch in der Lehre eingesetzt werden. Das FDZ-DZA verfolgt dabei einen etwas anderen Ansatz als viele andere Forschungsdatenzentren: Lehrende und Datennutzende erstellen ihren Campusfile eigenständig. Dabei sind drei Kriterien zu beachten:
- Es ist eine 50 %-Zufallsunterstichprobe zu ziehen.
- Alle offenen Nennungen (String-Variablen) sind zu entfernen.
- Der Datensatz darf maximal 100 Variablen enthalten.
Auf den ersten Blick mag dieses Vorgehen aufwändiger erscheinen, da der Campusfile nicht vorab bereitgestellt wird. Der entscheidende Vorteil liegt jedoch in der Flexibilität: Datennutzende können die Variablen gezielt nach eigenen inhaltlichen Schwerpunkten auswählen – etwa mit Fokus auf Gesundheit, Wohnumfeld oder Erwerbstätigkeit statt auf intergenerationale Beziehungen oder freiwilliges Engagement.
Die Zusammenstellung des Campusfiles lässt sich zudem sinnvoll in die Lehre integrieren. Studierende können anhand der frei verfügbaren Dokumentationsmaterialien (z. B. Erhebungsinstrumente, Skalenhandbuch, Codebücher) lernen, für ihre Fragestellung geeignete Variablen auszuwählen und deren Qualität sowie Fallzahlen zu prüfen.
So entsteht ein individuell zugeschnittener Campusfile, der optimal auf die jeweiligen Lehr- und Lernziele abgestimmt ist.
Die Nutzungsdauer der Daten kann bei gleichem Forschungsgegenstand ganz einfach formlos per Email an das FDZ-DZA verlängert werden.
Möchten Sie die gleichen Daten für ein neues Forschungsprojekt nutzen, bitten wir Sie um eine erneute Übermittlung des ausgefüllten Antragsformulars für den DEAS oder D80+.
Für DEAS-Analysen stehen mehrere Zusatzdaten zur Verfügung – teils als Zuspielung zum Scientific Use File (SUF), teils ausschließlich vor Ort am geschützten Gastarbeitsplatz im DZA (Berlin).
Auf Anfrage zum SUF zuspielbar sind :
- Wohnkosten-/Immobilienpreisindex (RWI) auf Kreisebene (in Quintilen), verfügbar für SUFs ab 2008
- Berufsbezogene Arbeitsbelastungs-Indizes für 2002 und 2008 (physisch, psychosozial, gesamt; ISCO-basiert)
Nur vor Ort am geschützten Arbeitsplatz im DZA nutzbar:
- INKAR-Indikatoren (BBSR), verknüpfbar auf Kreis- oder Gemeindeebene
- Wohnquartierdaten (microm/infas360) zu Sozialmilieus, Kaufkraft und Altersstruktur (ausgewählte Jahre/Wellen)
- Detailliertere Preisindizes (RWI) auf Kreis-/Gemeindeebene (inkl. Differenzierung nach Eigentumsformen; zusätzlich Mietpreisindex)
- Tagesgenaue Todesdaten
- Eigene Regionaldaten (auf Kreis- oder Gemeindeebene) können ebenfalls datenschutzkonform mit dem DEAS verknüpft werden.
Ausführlichere Informationen finden Sie auf unserer Seite zu DEAS/Kontextdaten.
Wenn Sie DEAS- oder D80+-Daten oder Dokumentationsmaterial in Publikationen (auch Abschlussarbeiten oder Graue Literatur) oder Vorträgen verwenden, möchten wir Sie bitten die Quellen entsprechend den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis anzugeben. Hinweise zur geeigneten Zitierweise der DEAS- und D80+ Daten finden Sie sowohl im Anhang Ihres Datennutzungsvertrags als auch hier zum Download.