Fragestellungen/Befunde

Es gibt umfangreiche empirische Evidenz dazu, wie wichtig und gesundheitsförderlich körperliche Aktivität bis ins hohe Alter ist. Allerdings ist die Mehrheit der älteren Menschen mit Mehrfacherkrankungen körperlich inaktiv, obwohl oft die gesundheitlichen Voraussetzungen zu (mäßiger) Aktivität durchaus vorhanden sind. Ältere Menschen mit Mehrfacherkrankungen, die im eigenen Haushalt leben, haben ein großes Potenzial, ihre Gesundheit über Änderungen ihres Verhaltens zu verbessern sowie eine Hospitalisierung und einen Bedarf an medizinischen Versorgungsleistungen zu vermeiden oder hinauszuzögern. In vielen Studien hat sich daher die körperliche Aktivität als eine der wichtigsten veränderbaren Einflussgrößen auf Gesundheit und Autonomie im Alter herauskristallisiert. Bislang gibt es jedoch kaum gezielte Fördermaßnahmen für ältere Menschen mit Mehrfacherkrankungen.

Ziel der zweiten Förderphase von „PREFER – Personale Ressourcen von älteren Menschen mit Mehrfacherkrankungen: Stärkung effektiven Gesundheitsverhaltens“ (kurz: PREFER II)  war deshalb die Entwicklung von passgenauen, theorie- und evidenzbasierten Maßnahmen zur nachhaltigen Förderung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen mit Mehrfacherkrankungen.

Ein zentraler Ansatzpunkt für die Förderung körperlicher Aktivität ist die Stärkung personaler Ressourcen. Personale Ressourcen, die im Rahmen des Projektes gezielt gefördert wurden, waren dabei insbesondere eine positive Sicht auf das eigene Älterwerden, Selbstwirksamkeitserwartungen, Einstellungen, Pläne und Selbstbeobachtung. Diese Faktoren sind zum einen wichtig, um ältere Menschen dazu zu motivieren, ungünstige Verhaltensweisen wie körperliche Inaktivität verändern zu wollen. Außerdem sind sie wichtig, um diese Motivation in konkretes Verhalten umzusetzen.

Aus diesem Grund wurde ein Maßnahmenpaket entwickelt und im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Studie eingesetzt, das sowohl die Motivation für körperliche Aktivität steigern als auch die Aufnahme und Aufrechterhaltung körperlicher Aktivität fördern soll. Dieses Maßnahmenpaket wurde auf seine Wirksamkeit hin evaluiert. Ergänzende Workshops mit Experten für Gesundheitskommunikation, praktischen Anwendern und Multiplikatoren flankierten die Entwicklung dieser Studien und dienten dazu, die Studien über partizipative Evaluation auf ihre Nachhaltigkeit hin zu optimieren

 

Auch in der zweiten Förderphase war PREFER ein Kooperationsprojekt zwischen dem Arbeitsbereich Gesundheitspsychologie an der Freien Universität Berlin und dem Deutschen Zentrum für Altersfragen in Berlin. Außerdem arbeitete das Projekt bei der Durchführung, der Konzeption und der Evaluation der Intervention mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zusammen.

 

Im Folgenden einige Befunde aus PREFER:

 

Referenzen