CAREnet – Netzwerk für die Stärkung sozialwissenschaftlicher Forschung zur Angehörigenpflege

Die gesellschaftliche Bedeutung von An- und Zugehörigenpflege wächst vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Entsprechend umfangreich ist inzwischen die sozialwissenschaftliche Forschung dazu, unter welchen Bedingungen Menschen An- und Zugehörigenpflege übernehmen und welche Folgen diese Übernahme für sie hat.

Trotz des umfangreichen Forschungsstands bestehen zentrale konzeptionelle Lücken. Zum einen unterscheiden sich Terminologie, Definition und Messung von An- und Zugehörigenpflege. Das erschwert die Vergleichbarkeit von Studien und Befunden. Zum anderen fehlt bislang ein übergreifender theoretischer Rahmen, der systematisch zusammenführt, welche individuellen, familialen sowie gesellschaftlichen und institutionellen Bedingungen die Übernahme von Pflege beeinflussen und in welchen Lebensbereichen sich Folgen dieser Übernahme zeigen.

CAREnet setzt an diesen beiden Punkten an. Das wissenschaftliche Netzwerk entwickelt gemeinsame konzeptionelle und begriffliche Grundlagen weiter und untersucht systematisch, wie An- und Zugehörigenpflege in unterschiedlichen Studien und Datenquellen definiert und gemessen wird und welche Konsequenzen diese Unterschiede für die Vergleichbarkeit von Befunden haben können. Zugleich wird ein lebensverlaufsorientierter theoretischer Rahmen erarbeitet, der eine systematische Einordnung von Determinanten und Konsequenzen der Pflegeübernahme ermöglicht, ihre Einbettung in unterschiedliche Lebensphasen und institutionelle Kontexte berücksichtigt und dabei hilft, bestehende Forschungslücken zu identifizieren.

Darüber hinaus schafft CAREnet einen Rahmen für den fachlichen Austausch und die langfristige Zusammenarbeit. Forschende aus verschiedenen sozialwissenschaftlichen Disziplinen und mehreren europäischen Ländern bündeln ihre Expertise, entwickeln Publikationen und bereiten weiterführende Forschungsprojekte vor.

Laufzeit: 01.09.2026-31.08.2029

Förderung: DFG

Beteiligte Personen und Kontaktdaten

Dr. Nadiya Kelle
Dr. Nadiya Kelle
Ko-Leiterin
 Andrea Blume
Andrea Blume
Mitarbeiterin
 Agnes Haußleiter
Agnes Haußleiter
Studentische Mitarbeiterin

 CAREnet-Mitglieder

 

Enrique Alonso Perez (Charité Berlin)

Nadiya Kelle (Deutsches Zentrum für Altersfragen)
Ariane Bertogg (Universität Konstanz) Carolin Kunz (TU Dortmund) 
Naomi Bader (Universität Mannheim)Miriam Laschinski (Universität Bremen, Universität Hamburg) 
Thurid Eggers (Universität Bremen) 

Klara Raiber (Radboud Universität)

Ulrike Ehrlich (Deutsches Zentrum für Altersfragen)

Alina Schmitz (TU Dortmund)

Johanna Fischer (Universität Bremen)

Johanna Schütz (RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten)

Robert Heidemann (TU Dortmund)

Damiano Uccheddu (Université Libre de Bruxelles (ULB), École de Santé Publique (ESP); Université Catholique de Louvain (UCL))

Lisa Jessee (Universität Köln)

Melanie Wagner (Vienna Institute of Demography)

 

 

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