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Politisches Vertrauen und wahrgenommene soziale Exklusion in der zweiten Lebenshälfte

Dieses DZA Aktuell beschreibt das Vertrauen in politische Insitutionen und Akteure in der zweiten Lebenshälfte.

Klasen, L. J., Kelle, N., Bünning, M. & Keller, N. (2026). Politisches Vertrauen und wahrgenommene soziale Exklusion in der zweiten Lebenshälfte [DZA Aktuell 01/2026]. Berlin: Deutsches Zentrum für Altersfragen. https://doi.org/10.60922/hw6c-hh79

 

Kernaussagen

  • Menschen in der zweiten Lebenshälfte vertrauten 2023 in unterschiedlicher Weise den politischen Institutionen und Akteuren. Während Justiz, Wissenschaft und Polizei ein hohes Maß an Vertrauen genossen, fiel das Vertrauen in den Bundestag, die Europäische Union und die Bundesregierung deutlich geringer aus. Das geringste Vertrauen bestand gegenüber den politischen Parteien und den Medien.
  • Menschen im Alter ab 76 Jahren hatten ein höheres Vertrauen in politische Institutionen und Akteure. Im Vergleich zu den anderen Altersgruppen zeigten Personen ab 76 Jahren ein größeres Vertrauen in den Bundestag, die Europäische Union, die Bundesregierung und die politischen Parteien. Zwischen den übrigen Altersgruppen ließen sich kaum Unterschiede erkennen.
  • Männer und Frauen unterschieden sich nicht im politischen Vertrauen. Das Vertrauen in alle untersuchten politischen Institutionen und Akteure fiel bei Männern und Frauen ähnlich aus.
  • Menschen mit höheren Einkommen zeigten ein stärkeres Vertrauen in politische Institutionen und Akteure. Besonders ausgeprägt waren die Unterschiede beim Vertrauen in die Justiz, die Bundesregierung, den Bundestag und die Wissenschaft.
    In Ostdeutschland fiel das Vertrauen in drei zentrale politische Institutionen geringer aus als in Westdeutschland. Dies traf auf das Vertrauen in die Justiz, die Bundesregierung und den Bundestag zu. Hinsichtlich der anderen untersuchten Institutionen und Akteure zeigten sich keine Unterschiede zwischen den beiden Landesteilen.
  • Menschen, die sich gesellschaftlich ausgeschlossen fühlten, vertrauten politischen Institutionen und Akteuren deutlich seltener. Die Unterschiede im Vertrauen zwischen Menschen, die sich ausgeschlossen fühlten und die es nicht taten, variierten je nach politischer Institution oder Gruppe zwischen rund 12 Prozentpunkten (politische Parteien) und 28 Prozentpunkten (Wissenschaft) und waren damit deutlich stärker ausgeprägt als Unterschiede zwischen soziodemografischen Gruppen.

 



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