Pressemitteilung |

Ob gutes Altern in den eigenen vier Wänden gelingen kann, hängt von verschiedenen Aspekten ab. Barrierefreiheit, Infrastruktur und Sicherheitsempfinden werden besonders wichtig, wenn Menschen mit zunehmendem Alter mehr Zeit in ihrer Wohnung verbringen.

 

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Nowossadeck, S., Lozano Alcántara, A., & Romeu Gordo, L. | Neue Veröffentlichung |

Nowossadeck, S., Lozano Alcántara, A., & Romeu Gordo, L. (2026). Barrierefreiheit, Versorgung, Sicherheit: Wie altersgerecht ist das Wohnen für Menschen ab 65? [DZA Aktuell 03/2026]. Berlin: Deutsches Zentrum für Altersfragen. doi.org/10.60922/bv53-e834

Kernaussagen

  • Die Befunde zum altersgerechten Wohnen bei Menschen ab 65 Jahren zeigen 2023 ein ambivalentes Bild: Die Infrastruktur im Wohnumfeld wurde von vielen älteren Menschen als ausreichend bewertet. Gleichzeitig bestanden erhebliche Defizite bei der Barrierefreiheit der Wohnung und beim Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum.
  • Vollständig barrierefreie Wohnungen waren bei älteren Menschen sehr selten. Nur 5,6 Prozent der Personen ab 65 Jahren lebten in einer Wohnung, die alle hier verwendeten Kriterien der Barrierefreiheit erfüllte: stufenloser Zugang zur Wohnung und zu den Zimmern, barrierefreier Zugang zu den Sanitärräumen und bodengleiche Dusche.
  • Nur etwa ein Fünftel der Menschen ab 65 Jahren konnten ihre Wohnung und die Zimmer erreichen, ohne Stufen überwinden zu müssen. Männer, Personen in Wohneigentum sowie funktional nicht eingeschränkte Personen lebten besonders selten in einer Wohnung mit stufenlosem Zugang.
  • Die große Mehrheit der älteren Menschen bewertete die Versorgung im Wohnumfeld positiv. 76,6 Prozent der Personen ab 65 Jahren gaben an, dass genügend Einkaufsmöglichkeiten vorhanden waren; 78,5 Prozent bewerteten die ärztliche und pharmazeutische Versorgung als ausreichend.
  • Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr wurde ebenfalls mehrheitlich positiv bewertet. 69,3 Prozent der Personen ab 65 Jahren schätzten ihr Wohnumfeld als gut an den ÖPNV angebunden ein; bei den Hochaltrigen waren es 70,9 Prozent. Besonders positiv fiel die Bewertung in Großstädten aus.
  • Mehr als ein Drittel der Menschen ab 65 Jahren fühlte sich 2023 nach Anbruch der Dunkelheit im Wohnumfeld nicht sicher. Bei Frauen traf dies auf fast die Hälfte zu, doppelt so oft wie bei Männern. Auch armutsgefährdete Personen, Personen, die zur Miete wohnten und diejenigen mit gesundheitlichen Einschränkungen gaben häufiger Unsicherheitsgefühle an.

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Neues aus dem DZA |

Ulrike Ehrlich ist einer der besten 100 Köpfe der Wissenschaft in Berlin 2026

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Pressemitteilung |

Anlässlich der Veröffentlichung des Bildungsberichtes der OECD am 29.09.2026.

(Weiter-)Bildung spielt nicht nur für jüngere Menschen eine wichtige Rolle. Auch Menschen in der zweiten Lebenshälfte nutzen weiterhin Möglichkeiten zur Weiterbildung – beruflich ebenso wie in ihrer Freizeit. Zugleich zeigen Befunde des Deutschen Alterssurveys (DEAS), dass Teilnahme an Kursen oder Vorträgen in der Freizeit, vermittelt über neue soziale Kontakte und Gelegenheiten, auch mit der Aufnahme eines Ehrenamts verbunden sein können. Die Ergebnisse unterstreichen somit die Bedeutung lebenslangen Lernens.

 

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Wünsche, J. & Spuling, S. M. | Neue Veröffentlichung |

Wünsche, J. & Spuling, S. M. (2026). Berufliche Weiterbildungsbeteiligung und Altersbilder von Menschen in der zweiten Lebenshälfte: Befunde des Deutschen Alterssurveys (DEAS) 2023 [DZA-Fact Sheet]. Berlin: Deutsches Zentrum für Altersfragen. doi.org/10.60922/v8jn-a703

Ergänzend zu bereits veröffentlichten Befunden zur Bildungsbeteiligung und zu individuellen Altersbildern von Menschen in der zweiten Lebenshälfte untersucht dieses Fact Sheet, wie sich die berufliche Weiterbildungsbeteiligung erwerbstätiger Personen zwischen 43 und 65 Jahren nach ihren individuellen Altersbildern unterscheidet. Betrachtet werden sowohl die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung in den vergangenen drei Jahren als auch die Bereitschaft zu einer zukünftigen Teilnahme. Die Analysen auf Basis des Deutschen Alterssurveys (DEAS) 2023 zeigen, dass ein gewinnorientiertes Altersbild hinsichtlich persönlicher Weiterentwicklung nicht statistisch gesichert mit einer höheren Weiterbildungsteilnahme oder Teilnahmebereitschaft einhergeht. Es lässt sich somit nicht ableiten, dass dieses individuelle Altersbild eine ausschlaggebende Rolle für die berufliche Weiterbildungsbeteiligung spielt.

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Pressemitteilung |

Wer Angehörige im späten Erwerbsleben intensiv pflegt, kann später geringere Rentenansprüche haben – besonders dann, wenn für die Pflege keine zusätzlichen Rentenpunkte gutgeschrieben werden. Das zeigen aktuelle Analysen des Deutschen Zentrums für Altersfragen auf Basis verknüpfter Befragungs- und Rentenversicherungsdaten.

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Pressemitteilung |

Menschen im mittleren und höheren Erwachsenenalter in Deutschland sind gegenüber gesellschaftlichen Krisen nicht dauerhaft widerstandsfähig. Eine neue Studie auf Basis des Deutschen Alterssurveys zeigt: Während frühere Krisen nur vorübergehende oder geringe Spuren im psychosozialen Wohlbefinden hinterließen, haben sich zentrale Wohlbefindensindikatoren seit 2021 deutlich verschlechtert.

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Bünning, M. & Keufert, T. | Neue Veröffentlichung |

Bünning, M. & Keufert, T. (2026).: Großelternschaft und Urgroßelternschaft in Deutschland: Befunde des Deutschen Alterssurveys (DEAS) 2023. Berlin: Deutsches Zentrum für Altersfragen. doi.org/10.60922/ddk3-wd83

Dieses Fact Sheet gibt auf Basis des Deutschen Alterssurveys 2023 zunächst einen Überblick darüber, wie viele Frauen und Männer in der zweiten Lebenshälfte Enkelkinder haben, wie viele Enkelkinder sie durchschnittlich haben und wie alt sie bei der Geburt ihres ersten Enkelkindes waren. Zudem wird dargestellt, wie hoch die gemeinsame Lebenszeit von Großeltern und Enkelkindern in etwa ist. Darüber hinaus wird untersucht, wie viele Großeltern Enkelkinder im betreuungsintensiven Alter haben, wie hoch der Anteil der Großeltern ist, die sich an der Betreuung der Enkelkinder beteiligen, und wie viel Zeit Großmütter und Großväter dafür aufwenden. Abschließend wird dargestellt, wie hoch der Anteil der Männer und Frauen in der zweiten Lebenshälfte ist, die bereits Urenkelkinder haben.

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Neues aus dem DZA |
Deutsches Zentrum für Altersfragen (Hrsg.) | Neue Veröffentlichung |

Deutsches Zentrum für Altersfragen (Hrsg.) (2026). Einfach mal reden – Reichweite und Wirkung der Silbernetz-Hotline gegen Einsamkeit.
Berlin: Deutsches Zentrum für Altersfragen. https://doi.org/10.60922/nfbv-gz74

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Einsamkeit im Alter stellt eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung dar. Mit dem Evaluationsprojekt ReWiSil untersuchte das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA), inwieweit die bundesweite Silbernetz-Hotline, das Kernangebot von Silbernetz e.V., ältere Menschen mit Einsamkeitsgefühlen erreicht und welche Wirkungen bereits ein erstes Gespräch entfalten kann. Das Projekt wurde im Rahmen der Strategie der Bundesregierung gegen Einsamkeit durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.

Die Studie basiert auf einem Prä-Post-Design mit 208 Personen, die erstmals die Silbernetz-Hotline nutzten. Die Teilnehmenden wurden kurz nach ihrem ersten Anruf sowie erneut nach etwa drei Monaten befragt. Analysiert wurden verschiedene Merkmale der erreichten Zielgruppe sowie Veränderungen in den Bereichen Einsamkeit, soziale Ressourcen und Erwartungen ans eigene Älterwerden (Altersselbstbilder).

Die Ergebnisse zeigen, dass die Silbernetz-Hotline insbesondere Menschen erreicht, die hinsichtlich ihrer sozialen Einbindung stark belastet sind: Im Mittel verfügen die Erstanrufenden über geringere soziale Unterstützung, sie fühlen sich eher ausgeschlossen von der Gesellschaft und erleben ausgeprägtere emotionale und soziale Einsamkeit als ein Großteil der gleichaltrigen Bevölkerung. Auch die Erwartungen ans Älterwerden fallen bei den Erstanrufenden im Mittel deutlich pessimistischer aus als bei der Mehrheit der gleichaltrigen Bevölkerung.

Weiterhin zeigt sich, dass bereits ein erstes Gespräch mit den Mitarbeitenden der Silbernetz-Hotline mit messbaren – wenn auch kleinen – Verbesserungen einhergeht: Emotionale und soziale Einsamkeit nehmen ab, die wahrgenommene soziale Unterstützung steigt und negative Erwartungen an das eigene Älterwerden werden abgeschwächt. Die Befunde legen nahe, dass niedrigschwellige, anonyme Gesprächsangebote wichtige erste Impulse zur Linderung von Einsamkeit setzen und als Türöffner für weiterführende Unterstützungsangebote wirken können.

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