25.06.2015

Rund-um-die-Uhr-Pflege in Österreich: Wie passt das Modell der Personenbetreuung in den modernen Wohlfahrtsstaat?

Prof. Dr. Marianne Egger de Campo
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Seit Frühjahr 2008 kennt die Welt der Altenpflege in Österreich eine legalisierte Form der Pflege und Betreuung, die sich über alle, bis dahin strikt einzuhaltenden gesetzlichen Beschränkungen von Kompetenzen und Zuständigkeiten hinwegsetzen kann und dabei auch noch zu staatlichen Zuschüssen von 550 EUR/Monat berechtigt: die als „PersonenbetreuerInnen“ einem „freien Gewerbe“ nachgehenden 24-Stunden-BetreuerInnen – die meist aus Osteuropa kommend – im Haushalt einer pflegebedürftigen Person leben. Die nach inoffiziellen Schätzungen etwa 40.000 Pflegekräfte erhalten für Pflege und Betreuung rund um die Uhr ohne nennenswerte Freizeit in einer 7-Tage- Woche ca. 40-50 EUR pro Tag brutto.

In dem Vortrag werde ich zeigen, dass sich dieses Modell als vormodernes Dienstbotenverhältnis beschreiben lässt und somit erst durch rhetorische Tricks für den modernen Wohlfahrtsstaat passend gemacht werden musste.

 

Präsentation (Prezi) 

 


Adresse

Deutsches Zentrum für Altersfragen
Raum 303
Manfred-von-Richthofen-Straße 2
12101 Berlin

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