10.12.2018

Die Babyboomer - eine aktive Generation: erwerbstätig, engagiert, pflegend

"Die Babyboomer – die geburtenstarken Jahrgänge zwischen 1955 und 1964 – wuchsen in einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche auf: Insbesondere Frauen erhielten in zuvor ungekanntem Umfang Zugang zum Bildungssystem. Gleichzeitig gab es strukturelle Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, das Modell des männlichen Ernährers neigte sich dem Ende zu, es gab wirtschaftliche Umbrüche und Krisen. Wie hat sich dies auf das Erwerbsverhalten, das ehrenamtliche Engagement und die Fürsorgetätigkeiten dieser Generation(en) ausgewirkt? Und was bedeutet dies für ihre materielle Lage? Diesen Fragen gingen Ulrike Ehrlich und Claudia Vogel vom Deutschen Zentrum für Altersfragen nach. Und sie stellten fest: die Babyboomer sind eine aktivere Generation als die Jahrgänge der Nachkriegszeit: Sie sind in höheren Anteilen erwerbstätig, sie sind häufiger engagiert und übernehmen genauso häufig Pflegeaufgaben. Ihre materielle Lage unterscheidet sich jedoch kaum von der Vorgängergeneration. Auch sind noch immer Frauen diejenigen, die häufiger unbezahlte Pflegeaufgaben übernehmen.

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05.12.2018

Pressemitteilung zum Tag des Ehrenamtes

Zum Internationalen Tag des Ehrenamts
Solidarität und Kreativität gehen mit einer höheren Beteiligung im Engagement einher, ein hohes Sicherheitsbedürfnis wirkt hingegen hinderlich

"Warum engagierst Du Dich? Werte - Zusammenhalt - Demokratie" - unter diesem Motto steht der 3. Deutsche EngagementTag. In Deutschland engagieren sich 43,6 Prozent der Wohnbevölkerung ab 14 Jahren freiwillig - das entspricht 30,9 Millionen Menschen. Alljährlich am Internationalen Tag des Ehrenamts wird ihr Engagement gewürdigt und auf den Stellenwert, den das freiwillige Engagement für die Gesellschaft und das Funktionieren des Gemeinwesens einnimmt, aufmerksam gemacht.

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30.11.2018

Im Alter ohne Kinder: kein Mangel an Unterstützung

Die Kinderlosigkeit ist seit den 50er Jahren gestiegen. Was bedeutet dies für die soziale Integration und das Wohlbefinden im Alter? Die Analysen von Elke Hoffmann und Laura Romeu Gordo vom Deutschen Zentrum für Altersfragen zeigen: Die Netzwerke kinderloser älterer Personen sind nicht kleiner als bei Müttern und Vätern gleichen Alters, aber unterschiedlich in ihrer Struktur. Anstelle der Familie werden deutlich umfangreichere Netzwerke mit Freundinnen und Freunden, Bekannten und ferneren Verwandten gepflegt. Und auch notwendige Hilfestrukturen im Alter gehen damit einher. Ein Mangel an Unterstützung ist für diese Personen größtenteils nicht sichtbar. Und hinsichtlich Einsamkeit, Depressivität und Lebenszufriedenheit bestehen keine Unterschiede zwischen Kinderlosen und Eltern, die auf das Fehlen von Kindern zurückzuführen wären.

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29.11.2018

Pflegende Frauen im Beruf: wer bleibt - wer geht?

Noch immer wird die von den meisten Pflegebedürftigen präferierte Versorgungsform - die informelle Pflege im häuslichen Umfeld -  zu mehr als 70% durch Frauen erbracht, meist im Erwerbsalter in ihren 40er und 50er Jahren. Die Frauen stehen damit vor der Anforderung, Pflegeaufgaben mit ihrer Berufstätigkeit zu vereinbaren. Nicht alle schaffen das, zeigt eine Untersuchung von Nadiya Kelle auf Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels. Demnach verlassen vor allem Frauen mit einem Pflegeaufwand von mehr als 10 Stunden die Woche den Arbeitsmarkt.

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02.10.2018

Anstieg der Altersarmut: unaufhaltsam oder vermeidbar?

Beitrag von Claudia Vogel & Harald Künemund

Altersarmut galt bis Ende des 20. Jahrhundert als quasi überwunden – u.a. ein Erfolg der gesetzlichen
Rentenversicherung. Seit einiger Zeit allerdings scheint diese positive Entwicklung rückläufig zu sein
und es wird kontrovers darüber diskutiert, ob und in welchem Ausmaß für die künftigen Älteren mit
einer Zunahme von Altersarmut zu rechnen ist. Claudia Vogel und Harald Künemund liefern in ihrem
Beitrag grundlegende Fakten für die Diskussion. Dabei wird sowohl die neuere Entwicklung der
Altersarmut in den Blick genommen als auch der Frage nachgegangen, wie es mit den Möglichkeiten
der Kompensation für geringere Alterseinkommen steht. Sie kommen zu dem Schluss, dass ohne eine
Gegensteuerung Altersarmut wieder zu einem gewichtigen gesellschaftlichen Problem wird und dass
es politischer Korrekturen bedarf, die den veränderten Lebensläufen von Frauen und Männern
Rechnung tragen. Sichere Arbeitsplätze mit individuell ausreichenden Erwerbseinkommen in einem
umlagefinanzierten Alterssicherungssystem bildeten die beste Basis, um Altersarmut für die breite
Bevölkerung zu vermeiden.

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26.09.2018

Gegen Altersdiskriminierung, für mehr Lebensqualität im Alter: realistische Altersbilder

Der Internationale Tag des älteren Menschen am 1. Oktober bietet Anlass, einen Blick auf die vorherrschenden Altersbilder zu werfen

"Ältere Arbeitnehmer/inn/en sind nicht leistungsfähig". "Kredite für Personen im Rentenalter sind zu risikobehaftet". "Wenn ich alt werde, werde ich krank und einsam". Negative Altersbilder - stereotype Überzeugungen, Vorstellungen und Erwartungen aufgrund des Alters - prägen allzu oft das Leben älter werdender und alter Menschen. Rund elf Prozent der Befragten im Deutschen Alterssurvey bspw. geben an, in den zwölf vorangegangenen Monaten entsprechende Erfahrungen gemacht zu haben: Sie fühlen sich aufgrund ihres Alters durch andere benachteiligt oder schlechter gestellt. Allerdings: Altersdiskriminierung wird oft nicht als solche wahrgenommen, weil es sich um Verhaltensweisen handelt, die als selbstverständlich hingenommen werden.

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18.07.2018

Wohnregion wirkt sich auf Engagement Älterer aus

Wenn Menschen älter werden, gewinnt die Wohnregion an Bedeutung. Dies gilt auch bei der Ausübung von Engagement. Die Gelegenheiten sich zu engagieren, die zuvor durch den Job bestanden, fallen weg. Unter Umständen verringert sich auch der Mobilitätsradius. Und die langjährige Verbundenheit mit dem Wohnort kann den Wunsch, sich gerade hier zu engagieren, bestärken. Ob sich ältere Menschen dann tatsächlich ehrenamtlich beteiligen, hängt auch von der Infrastruktur in der Wohnregion ab.

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17.01.2018

Ältere Migranten sind keine homogene Gruppe

In der öffentlichen Diskussion wird oft pauschal von Migrantinnen und Migranten gesprochen oder es wird lediglich zwischen Migrantinnen und Migranten erster und zweiter Generation unterschieden. Um belastbare Ergebnisse zu erhalten, sind jedoch weitere Differenzierungen erforderlich, wie der aktuelle Report Altersdaten "Migrantinnen und Migranten in der zweiten Lebenshälfte" zeigt.

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