02.10.2018

Anstieg der Altersarmut: unaufhaltsam oder vermeidbar?

Beitrag von Claudia Vogel & Harald Künemund

Altersarmut galt bis Ende des 20. Jahrhundert als quasi überwunden – u.a. ein Erfolg der gesetzlichen
Rentenversicherung. Seit einiger Zeit allerdings scheint diese positive Entwicklung rückläufig zu sein
und es wird kontrovers darüber diskutiert, ob und in welchem Ausmaß für die künftigen Älteren mit
einer Zunahme von Altersarmut zu rechnen ist. Claudia Vogel und Harald Künemund liefern in ihrem
Beitrag grundlegende Fakten für die Diskussion. Dabei wird sowohl die neuere Entwicklung der
Altersarmut in den Blick genommen als auch der Frage nachgegangen, wie es mit den Möglichkeiten
der Kompensation für geringere Alterseinkommen steht. Sie kommen zu dem Schluss, dass ohne eine
Gegensteuerung Altersarmut wieder zu einem gewichtigen gesellschaftlichen Problem wird und dass
es politischer Korrekturen bedarf, die den veränderten Lebensläufen von Frauen und Männern
Rechnung tragen. Sichere Arbeitsplätze mit individuell ausreichenden Erwerbseinkommen in einem
umlagefinanzierten Alterssicherungssystem bildeten die beste Basis, um Altersarmut für die breite
Bevölkerung zu vermeiden.

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26.09.2018

Gegen Altersdiskriminierung, für mehr Lebensqualität im Alter: realistische Altersbilder

Der Internationale Tag des älteren Menschen am 1. Oktober bietet Anlass, einen Blick auf die vorherrschenden Altersbilder zu werfen

"Ältere Arbeitnehmer/inn/en sind nicht leistungsfähig". "Kredite für Personen im Rentenalter sind zu risikobehaftet". "Wenn ich alt werde, werde ich krank und einsam". Negative Altersbilder - stereotype Überzeugungen, Vorstellungen und Erwartungen aufgrund des Alters - prägen allzu oft das Leben älter werdender und alter Menschen. Rund elf Prozent der Befragten im Deutschen Alterssurvey bspw. geben an, in den zwölf vorangegangenen Monaten entsprechende Erfahrungen gemacht zu haben: Sie fühlen sich aufgrund ihres Alters durch andere benachteiligt oder schlechter gestellt. Allerdings: Altersdiskriminierung wird oft nicht als solche wahrgenommen, weil es sich um Verhaltensweisen handelt, die als selbstverständlich hingenommen werden.

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18.07.2018

Wohnregion wirkt sich auf Engagement Älterer aus

Wenn Menschen älter werden, gewinnt die Wohnregion an Bedeutung. Dies gilt auch bei der Ausübung von Engagement. Die Gelegenheiten sich zu engagieren, die zuvor durch den Job bestanden, fallen weg. Unter Umständen verringert sich auch der Mobilitätsradius. Und die langjährige Verbundenheit mit dem Wohnort kann den Wunsch, sich gerade hier zu engagieren, bestärken. Ob sich ältere Menschen dann tatsächlich ehrenamtlich beteiligen, hängt auch von der Infrastruktur in der Wohnregion ab.

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17.01.2018

Ältere Migranten sind keine homogene Gruppe

In der öffentlichen Diskussion wird oft pauschal von Migrantinnen und Migranten gesprochen oder es wird lediglich zwischen Migrantinnen und Migranten erster und zweiter Generation unterschieden. Um belastbare Ergebnisse zu erhalten, sind jedoch weitere Differenzierungen erforderlich, wie der aktuelle Report Altersdaten "Migrantinnen und Migranten in der zweiten Lebenshälfte" zeigt.

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