Immer mehr Menschen erreichen in Deutschland ein hohes und sehr hohes Alter. Über die Lebenssituationen der Hochaltrigen, also von Menschen ab 80 Jahren, ist jedoch wenig bekannt. Die Hochaltrigenstudie D80+ soll die Lebenssituationen und Lebensqualität hochaltriger Menschen umfassend abbilden.

Die Hochaltrigenstudie D80+ ist eine bevölkerungsrepräsentative Befragung, bei der Personen in Privathaushalten und Institutionen ab 80 Jahren interviewt werden. Die Studie baut auf der in Nordrhein-Westfalen durchgeführten Hochaltrigenstudie (NRW80+) auf. Durch die Integration der Daten der Studie NRW80+ in die Hochaltrigenstudie D80+, die in den weiteren 15 Bundesländern durchgeführt wird, wird sich ein umfassendes Bild dieser Altersgruppe in Deutschland ergeben. Dies ist umso bedeutsamer, als diese gesellschaftliche Gruppe im Jahr 2017 laut Statistischem Bundesamt bereits bei einem Anteil von 6,2 Prozent an der Gesamtbevölkerung in Deutschland lag und ihr Anteil künftig noch deutlich steigen wird.

Die Befragung lehnt sich an den Deutschen Alterssurvey (DEAS) an. Das erlaubt eine Kombination der drei Datensätze (DEAS, NRW80+ und D80+) und damit Analysen zur Lebenssituationen von Menschen ab 40 Jahren bis ins hohe Alter. Dabei ist das Erhebungsinstrument von NRW80+ und D80+ besonders auf die Situation der Hochaltrigen angepasst. Im Falle der Nichtbefragbarkeit von Personen (z.B. aus gesundheitlichen Gründen) werden sogenannte Proxyinterviews geführt, das heißt, dass Personen, die der Befragungsperson nahe stehen, stellvertretend für diese Auskunft geben.

Insgesamt werden die Befragten zu folgenden Themenbereichen um Auskunft gebeten:

  • Lebensführung und soziale Beziehungen
  • Gesundheit
  • Werte und Einstellungen
  • Lebensgeschichte
  • Materielle Situation


Die Studie D80+ wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Sie wird gemeinsam von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Altersfragen und des ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health  an der Universität zu Köln durchgeführt.

Beteiligte Personen am ceres, Universität zu Köln:

Link zur Projekthomepage: https://www.ceres.uni-koeln.de/forschung/nrw80/

Beteiligte Personen am DZA: