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Der Sechste Altenbericht

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, hat am 2. Juni 2010 den Sechsten Altenbericht entgegengenommen. Das Bundesfamilienministerium wird nun die Stellungnahme der Bundesregierung zum Sechsten Altenbericht erarbeiten. Wenn das Kabinett die Stellungnahme verabschiedet hat, werden Stellungnahme und Bericht dann dem Bundestag zugeleitet und voraussichtlich im Herbst 2010 veröffentlicht.

Der Sechste Altenbericht steht unter der Überschrift „Altersbilder in der Gesellschaft“. Er soll dazu beitragen, ein modernes, realistisches und zukunftsgerichtetes Altersbild zu verankern und eine öffentliche Debatte anzustoßen und zu begleiten. „Alter und Altern sind in der Öffentlichkeit oft mit Klischees besetzt“, sagt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder anlässlich der Übergabe des Sechsten Altenberichts. „Da gibt es das Vorurteil der vergnügungssüchtigen Alten, die auf Kosten der jüngeren Generationen materiellen Wohlstand genießen. Oder das Vorurteil, die Älteren seien als Pflegefälle eine Belastung für ihre Angehörigen und die Gesellschaft. Das führt dazu, dass wir übersehen, wie viel ältere Menschen sich engagieren und so Verantwortung für unsere Gesellschaft übernehmen“, so Kristina Schröder.

Der Bericht wurde von einer Sachverständigenkommission unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Kruse erstellt. Die Sachverständigenkommission hatte den Auftrag, Altersbilder in Wirtschaft und Gesellschaft sowie in Politik und Kultur zu untersuchen. Sie sollte aufzeigen, inwieweit sich in diesen Bereichen eine differenzierte Darstellung des Alters sowie eine differenzierte Ansprache älterer Menschen finden lassen. Ferner sollte dargelegt werden, in welcher Hinsicht sich diese Altersbilder auf die Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen und kulturellen Fortschritt sowie auf die Beziehungen zwischen den Generationen auswirken. Besonderes Gewicht sollte auf die Beantwortung der Frage gelegt werden, wie sich Altersbilder bereits gewandelt haben beziehungsweise wie sich diese in Zukunft verändern werden.

Mehr Informationen über den Sechsten Altenbericht:

Broschüre zu Themen und Zielen des Sechsten Altenberichts

Das Thema „Altersbilder in der Gesellschaft“ ist sehr vielseitig, dementsprechend war auch die 14-köpfige Sechste Altenberichtskommission interdisziplinär zusammengesetzt: In ihr sind Expertinnen und Experten aus den für die Altenberichte klassischen Disziplinen wie Gerontologie, Psychologie, Soziologie und Gesundheitswissenschaften vertreten. Es saßen aber auch Sachverständige aus den Bereichen Bildung, Medien und Kommunikationswissenschaften, aus der Politik-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaft wie auch Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Ethik, Ethnologie, Geschichte und Theologie in der Kommission.

Mitglieder der Sechsten Altenberichtskommission:

  • Prof. Dr. Wolfgang Bergsdorf, Bonn
  • Prof. Dr. Peter Borscheid, Marburg
  • Prof. Dr. Andrea Gröppel-Klein, Saarbrücken
  • Prof. Dr. Michael Hüther, Köln
  • Prof. Dr. Thomas Klie, Freiburg
  • Prof. Dr. Andreas Kruse, Heidelberg (Vorsitzender)
  • Prof. Dr. Gerhard Naegele, Dortmund
  • Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer, Berlin
  • Prof. Dr. Caja Thimm, Bonn (stellv. Vorsitzende)
  • Prof. Dr. Rudolf Tippelt, München
  • Karin P. Vanis, Bonn
  • Prof. Dr. Ulla Walter, Hannover
  • Prof. Dr. Gerhard Wegner, Hannover
  • Prof. Dr. Harm-Peer Zimmermann, Marburg

Vorsitzender der unabhängigen Sachverständigenkommission war Prof. Dr. Andreas Kruse, der bereits die Kommissionen zum Dritten und Fünften Altenbericht geleitet hat. Stellvertretende Vorsitzende war Prof. Dr. Caja Thimm.


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